1. Begeisterung ist bei hoher Aktivität gekennzeichnet durch: Abenteuerlust, Fröhlichkeit, Herzlichkeit, Geselligkeit und Dominanz, die niedrigen Ausprägungen durch Trägheit, Bedächtigkeit, Ernsthaftigkeit, Zurückhaltung, Distanziertheit und Unterwürfigkeit. Man würde die einer Introvertiertheit zugeordnet. Extrovertiertheit setzt stärker als die anderen Big Seven-Faktoren geselliges Verhalten, Bezug zu einem großen sozialen Netzwerk, positive Stimmung, Führungsqualität und erfolgreichen Kundenkontakt voraus.

2. Biss im Sinne von Anstrengung (auch Mühe) ist eine willentliche (und mühsame) Erhöhung der normalen Aktivität zur Erreichung eines definierten Ziels. Eine hohe Ausprägung von ist gekennzeichnet durch Leidenschaft, Ausdauer und Selbstdisziplin. Niedrige Ausprägungen sind gekennzeichnet durch fehlende Leidenschaft, fehlende oder Mangel an Ausdauer und fehlende Selbstdisziplin. Anstrengung besteht aus motorischen und psychischen Anteilen. Das Ziel der Anstrengung ist, ein anderes zielgerichtetes, orientiertes Verhalten zu erreichen. Beständige Anstrengung verändert Psyche und Motorik, die sich entsprechend den Anforderungen im Idealfall positiv anpassen. Der Ansporn ist das Motiv für eine Anstrengung.

3. Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit und Loyalität, oft auch als (persönliche) Integrität bezeichnet, entspricht einer fortwährend aufrechterhaltenen Übereinstimmung des persönlichen Wertesystems und der persönlichen Ideale mit dem eigenen Reden und Handeln. Grundlage des Wertesystems ist eine religiös, politisch oder humanistisch begründete Ethik. In hoher Ausprägungen ist sie gekennzeichnet durch hohe Loyalität, ausgeprägte Ehrlichkeit und große Rechtschaffenheit.
Eine niedrige Ausprägung ist gekennzeichnet durch Mangel an Loyalität, fehlende Ehrlichkeit und kaum bis keine Rechtschaffenheit. Ein integrer Mensch lebt und handelt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität kann als Treue zu sich selbst bezeichnet werden. Sie achtet aber ebenso die Integrität und Würde der Mitmenschen und strebt danach, diese nicht zu verletzen. Im Gegensatz zu integer bezeichnet korrumpierbar eine Person, die sich in ihrem Verhalten nicht von eigenen Werten und Prinzipien, sondern von Drohungen und/oder Verlockungen durch äußere und innere Einflüsse leiten lässt.

4. Gewissenhaftigkeit ist bei hoher Ausprägung gekennzeichnet durch Umsichtigkeit, Ordentlichkeit, die in extremer Ausprägung Perfektionismus bedeutet, Pflichtbewusstsein, Ehrgeiz, Selbstdisziplin und Besonnenheit. In niedriger Ausprägungen ist sie gekennzeichnet durch Planlosigkeit, Nachlässigkeit, Leichtfertigkeit, Unmotiviertheit, Undiszipliniertheit und fehlender Spontaneität bei Entscheidungen. Gewissenhaftigkeit sagt stärker als die anderen Big Seven Leistungen vorher, insbesondere bezogen auf Schul- und Studienleistungen wie Berufserfolg. Verwandt mit Gewissenhaftigkeit ist die engere Dimension der Vertrauenswürdigkeit (Integrität).

5. Hilfsbereitschaft und Verträglichkeit sind in einer hohen Ausprägung gekennzeichnet durch Gutgläubigkeit, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit, Versöhnlichkeit, Bescheidenheit und Gutmütigkeit, in einer niedrigen Ausprägung hingegen durch Misstrauen, Arglistigkeit, Egoismus, Aggressivität. Diese niedrigen Ausprägungen sind durchweg sozial unerwünscht, genau wie manche sehr hohe Ausprägungen wie z.B. Arglosigkeit und Naivität.

6. Offenheit bedeutet, für neue Erfahrungen offen zu sein. Dazu braucht es den Faktor Intellekt, der die Eigenschaften Einsicht, Innewerden und Erkenntnis beinhaltet. Er wird synonym für Verstand und Denkvermögen und damit für Intelligenz verwendet. Er verweist aber auch auf interindividuelle Unterschiede in Erleben und Verhalten, das in Zusammenhang mit intellektuellen Leistungen steht. Letzteres bezieht in hoher Ausprägung Verhaltensweisen wie Freude am Problemlösen und Lernen, an kreativen Leistungen oder der Informationssuche mit ein. In niedriger Ausprägung hingegen kommt es zum Mangel an Lernbereitschaft, sich entwickeln und wandeln zu wollen, in Lösungen eines Problems zu denken. Es ist kaum Bereitschaft zur Kommunikation, kein Interesse an Information und Kreativität vorhanden.

7. Seelische Stabilität, oft auch als Neurotizismus bezeichnet, beziehen sich auf die Emotionalität oder emotionale Labilität eines Menschen. In hoher Ausprägung bedeutet eine große Intensität im Erleben, Kontrolle über emotionale Reaktionen zu haben, sie gut kontrollieren zu können. Sie umfasst den Bereich Angst versus emotionale Anpassung an Situationen, die eine große Ich-Stärke und genügende Selbstkontrolle, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verlangen. In niedriger Ausprägung wird der Bereich Angst versus emotionale Anpassung mehr durch Misstrauen, Furchtsamkeit, hohe (An)-Spannung in Verbindung mit zu geringer Ich-Stärke, fehlende Selbstkontrolle wie einem Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl bestimmt.

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